Weihnachtsmhhh Teil1

lange habe ich nichts von mir hören lassen aber ein paar Rezepte für Weihnachten kann ich mir einfach nicht verkneifen!
Aennie ist meine kleine Küchenfee und kocht und backt für ihr Leben gern.
Gemeinsam versuchen wir Steve immer wieder mit neuen Geschmäckern zu überraschen und gerade vor Weihnachten geht unsere Kreativität mit uns durch.
Nach einem Besuch im “ Würzhaus“ ist es dann ganz um uns geschehen und wir probieren uns durch allerlei Gewürze hindurch.

Nachdem wir etliche Plätzchenrezepte getestet und neue Gewürze entdeckt haben, erfahrt ihr in dem ersten Teil unser absolutes Lieblingsrezept.
Die ersten Plätzchen haben nicht länger als einen Tag gehalten!
Nicht nur, weil irgendein kulleräugiges Monsterchen den Puderzucker abgeleckt hat, sondern weil die so lecker waren!
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Das Gewürz, das für den guten Geschmack verantwortlich war wird manchen von euch bestimmt völlig neu sein!

Die Tonkabohne!
Die was? Die Tonkabohne!
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ein paar kleine infos:
sie stammt aus den tropischen Regenwäldern in Südamerika und ist kein Gemüse, wie der Name vermuten lässt. Es handelt sich um ein Gewürz, das sich in seiner Eigenschaft als Modegewürz in der Haut-Cuisine etabliert hat. Das Aroma ist unvergleichlich und beeindruckt selbst Feinschmecker. Die Verbindung aus Vanillegeschmack, Rumaroma und Heublumenduft ergibt eine super Geschmackskomposition, die durch eine zartherbe Zimtwürze noch besser wird.

Die Tonkabohne wird in Südamerika auch in der Volksmedizin eingesetzt und ihre vielfältige Heilwirkungen auf Körper, Geist und Seele ist weit verbreitet. Zum einen sagt man der Tonkabohneeine erotisierende Wirkung nach. Diesen Effekt nutzt übrigens die Parfüm- und Tabakindustrie aus, denn sie aromatisiert ihre Erzeugnisse gerne mit dem vanilleartigen Geruch der Tonkabohne.

Der Duft ist stimmungsaufhellend und beseitigt den Erkenntnissen von Naturvölkern Südamerikas zufolge innere Unruhen. Bei Stress und rastlosen Gedanken tröstet das Aroma der Tonkabohne. Auch bei Konzentrationsschwierigkeiten kann das Bouquet der Tonkabohne helfen. Viele esoterische Heiler verwenden Tonkabohnen bei energetischen Übungen und zur Findung tiefer seelischer Erkenntnisse und Weisheiten.

So hat uns nicht nur der unglaublich gute Geschmack der Tonkabohne überzeugt, sondern auch ihre Wirkung!
Innere Unruhe und Stress stehen bei mir auf der Tagesordnung und da kommt mir die stimmungsaufhellende Tonkabohne gerade recht!

Da Aennie unglaublich gerne Teig knetet (oder eher matscht) wollte ich etwas backen, bei dem sie mit vollem Körpereinsatz mit helfen kann.

Und hier sind sie – unsere TonkaTraumstücke mit Karamellsoße:
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Traumstücke sind noch nicht so weit verbreitet aber finden immer mehr Anklang. Ich liebe das Rezept, weil es super einfach und schnell geht!
Die Karamellsoße mache ich schon seit vielen Jahren immer um weihnachten herum und biete sie zum Kuchen oder zu Plätzchen an. Traumhaft!

Für die TonkaTraumstücke braucht ihr:

– 1 Tonkabohne
– 260 g  Butter
– 3 Päckchen Vanillezucker
– 500 g Weißmehl
– 150 g braunen Zucker
– 5 Eigelb
– Puderzucker zum wälzen (etwa 250 g)

  • Zubereitung:
    Die Butter muss zimmerwarm sein, damit ihr sie mit dem Vanillezucker und dem braunen Zucker schön schaumig rühren könnt.
    jetzt die Tonkabohne reinreiben – ähnlich wie mit einer Muskatnuss.
    Nach und nach kommt zu der schaumigen Zucker-Butter-Tonkabohnen-Mischung ein Eigelb nach dem anderen.
    Wenn das gut verrührt ist, könnt ihr das Mehl dazugeben.
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    Den fertigen Teig in Klarsichtfolie einpacken und etwa eine Stunde in den Kühlschrank legen.
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    Danach den Ofen auf 180 Grad vorheizen und 2 Backbleche mit Backpapier belegen.Den Teig zu etwa daumendicken Würsten rollen und in 1 cm breite Würfel schneiden und auf das Backblech legen. (Die Traumstücke gehen nicht zu sehr auf, also braucht man keinen so großen Abstand dazwischen lassen. Wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.)

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    Etwa 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
    Nach 10 Minuten vielleicht mal nach den Stücken schauen.
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    Auf einem Gitter etwas abkühlen lassen und lauwarm in eine Schüssel mit Puderzucker geben. Die Schüssel vorsichtig schütteln. Achtet wirklich drauf, dass sie lauwarm und nicht heiß sind. Sonst wird der Puderzucker klumpig.

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    Während euer Teig im Kühlschrank liegt, könnt ihr die Karamellsoße zubereiten.
    Dazu braucht ihr:
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    1 geriebene Tonkabohne
    200g Zucker
    80g Butter
    120g Sschlagsahne

    Ein kleiner aber wichtiger Hinweis: Kinder sollten in sicherem Abstand sein. Der Zucker kann hohe Blasen werfen und mit heißem Karamell auf der Haut ist nicht zu spaßen.
    Aennie war beim Papa auf dem Arm und durfte von Weitem zuschauen.

    • Den Zucker in einem breiten Topf mit dickem Boden bei mittlerer Hitze ohne Rühren schmelzen lassen. (Wenn der Zucker anfängt zu schmelzen mit einem Löffel vorsichtig rühren oder den Topf schwenken.Das Karamellisieren dauert ca. 10- 15 Minuten). Vorsicht ,dass euer Zucker nicht zu dunkel wird – das schmeckt man sonst.
    • Dann mit dem Schneebesen die Butter schnell unterrühren, bis sie geschmolzen ist. Den Topf von der Herdplatte nehmen und die Sahne nach und nach langsam dazu gießen, dabei immer gut mit dem Schneebesen rühren, bis eine glatte Karamellsoße entsteht.
      Die geriebene Tonkerbohne untermischen
    • Die Soße kann man abkühlen lassen und gleich verwenden oder die heiße Karamellsoße in ein Glas füllen, abkühlen lassen, verschließen und dann im Kühlschrank bis ein paar Wochen aufbewahren. Vor dem Servieren das Glas mit der Karamellsoße in heißes Wasser tauchen, bis die Soße flüssig wird.

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    Wenn ihr also noch etwas zum Verschenken braucht, wie wäre es mit Selbstgemachtem? Oder ein paar Gewürzen, wie der Tonkabohne, aus dem Würzhaus!

    Teil zwei wird deftig süß und es kommt ein tolles Punchrezept dazu!

    freut euch drauf und bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit!

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